Serenaden

In unseren Serenaden wird gehobene Unterhaltungsmusik mit einer gemütlichen, geselligen und gemeinschaftlichen Atmosphäre verbunden. Der lockere und ungezwungene Abend, der von uns mit Hintergrundmusik begleitet wird, bei dem gegessen wird und man sich entspannt unterhalten kann, wird durch einen kurzweiligen konzertanten Teil ergänzt.

Wir bespielen öffentliche und besondere Orte im Landkreis Eichstätt. Gespielt wird Volksmusik aus dem Landkreis Eichstätt, Werke der historischen Eichstätter Hofkapelle, klassische Musik und Eigenkompositionen.

Die Serenaden haben in der Regel freien Eintritt und dauern ca. zwei Stunden.

Termine folgen


Bericht der Serenade vom 22. Mai 2026

Festschmaus für Leib und Seele
 
Bei ihrer zweiten Serenade nach der Gründung im Vorjahr begeistert die Hofkapelle Eichstätt in Wolkertshofen mit Holbergs Suite und bayerischer Volksmusik

Nassenfels (Stefan Thissen/sth). Der musikalisch-kulinarische Festschmaus im Gasthaus Stark in Wolkertshofen dauerte bereits fast drei Stunden, als der Leiter der im Jahr 2025 gegründeten Hofkapelle Eichstätt, Lukas Hanauska, am vergangenen Freitagabend gegen 22:15 Uhr den Höhepunkt des Abends ankündigte. Das durch ein exquisit komponiertes 3-Gänge-Menü von Gastwirt Josef Stark zu diesem Zeitpunkt leiblich bestens vorbereitete 80-köpfige Publikum erlebte dann – gewissermaßen als Abschluss des Abends – die etwa 20 Minuten dauernde, beeindruckende Streichorchester-Fassung von Edvard Griegs „Holberg-Suite“.

Die Suite ‚Aus Holbergs Zeit‘, die Holberg in seinem Brief an einen Freund im Jahr 1884 selbst als „altmodisch“ bezeichnete, dürfte zu den kompositorischen Klassik-Highlights des späten 19. Jahrhunderts gehören. Die aus etwa einem Dutzend Streichern bestehende Hofkapelle Eichstätt – ambitionierte Hobbymusikerinnen und -musiker aus dem Landkreis Eichstätt, an diesem Abend ergänzt um drei Profis der „Kammerphilharmonie Ingolstadt“ – präsentierte die Holberg-Suite jedenfalls in einer beeindruckend empathisch vorgetragenen Fassung – und sorgte für stürmischen Applaus der teilweise von weit her angereisten Gäste. Zuvor war das Publikum – zum Essen begleitend – bereits von zahlreichen Stücken der klassischen bayerischen Volksmusik verwöhnt worden. Ein Konzept, das nach Ansicht der begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer voll aufging und in den nächsten Jahren gern erneut aufgegriffen werden sollte.

Mit seiner zweiten Serenade knüpfte die „Hofkapelle“ an eine Premiere an, die im Sommer vergangenen Jahres im Eichstätter Gasthaus Gutmann stattgefunden hatte. Damals musste das Ensemble witterungsbedingt kurzfristig von einem Open-Air-Konzert zu einer Saalveranstaltung umplanen – und deshalb auf ungewohnt enger Bühne spielen. Diese räumliche Enge mussten die Hofkapellen-Musikanten im Gewölbekeller des Gasthauses Stark nicht in Kauf nehmen – was der Qualität der Darbietung und dem Befinden der Musikerinnen und Musiker sehr zugute kam. Zudem sorgte das Gewölbe im Festsaal des Gasthauses Stark für eine zur Musik hervorragend passende Atmosphäre. Hofkapellen-Leiter Lukas Hanauska und die Mitglieder des Vereins „Hofkapelle Eichstätt e.V.“ scheinen ihrem selbstgesteckten Anspruch, „mit hohem künstlerischen Niveau (zu) begeistern, Menschen durch niedrigschwellige Angebote zusammenzubringen und landkreisweit zu vernetzen“, schon jetzt sehr nahegekommen zu sein. Und wer hochklassige Musik nicht essensbegleitend, sondern einfach nur pur genießen will, darf sich schon jetzt freuen: Am 20. und 21. September tritt die Hofkapelle Eichstätt zweimal gemeinsam mit der Spitzen-Flötistin Fiona Zimmermann mit Musik von Joseph Meck und John Rutter zum „Barock’n’Roll“ auf – am ersten Abend um 18 Uhr im Spiegelsaal der Residenz Eichstätt, am zweiten Abend um 20 Uhr im Festsaal des Beilngrieser Haus des Gastes.


Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.

Joseph von Eichendorff